Löwen – Die 10 tödlichsten Tiere für den Menschen, Teil 1

Auf samtenen Pfoten gehen sie durchs Leben. Ihr Fell ist weich und der Blick sanft, ein kehliges Schnurren ist zu vernehmen. Doch wir haben es nicht mit einer süßen Katze zu tun, sondern mit ihrem großen Bruder, dem afrikanischen Löwen!

Von weitem betrachtet sind sie ja ganz angenehm, doch kommt man ihnen zu nah, wenn sie hungrig sind, dann geht das Spiel erst richtig los und sie können tödlich werden: Löwen gehören zu den gefährlichsten Raubtieren der Welt!

 

Die Merkmale des Löwen

Nach dem Tiger sind die Löwen die zweitgrößte Katze. Löwenmännchen können eine Schulterhöhe von bis zu 1,23 m erreichen und eine Schwanzlänge von ca. einem Meter. Durchschnittlich erreichen Löwen ein Gewicht von 190 Kilogramm. Die Weibchen sind hingegen zierlicher gebaut: Mit einer Schulterhöhe von ca. 100 cm, einem ca. 85 cm langen Schwanz und einem Durchschnittsgewicht von 126 kg sind die Weibchen um Einiges kleiner und leichter. Kaum auszudenken, wenn so ein Gewicht auf einen menschlichen Körper prallt!

Löwen haben ein kurzes, sandfarbenes Fell. Die berühmte Löwenmähne, die sich von den Wangen bis zu den Schultern ausbreitet, tragen jedoch nur die Männchen. Die Mähne ist bei unterschiedlichen Löwen ganz individuell ausgeprägt. Auch innerhalb eines Löwenlebens kann der Zustand der Mähne variieren: Abhängig von Alter oder körperlicher Verfassung kann die Mähne anders aussehen. Bei Nachforschungen zu den Mähnen hat sich herausgestellt, dass Löwenweibchen sich von einer langen und dunklen Mähne eher angezogen fühlen, während die männlichen Artgenossen solche Exemplare lieber meiden, da sie suggerieren, dass das andere Männchen mit der Mähne bei Kämpfen gut vor Angriffen geschützt ist.

Löwen haben außerdem die typische Schwanzquaste, in der sich ein zurückgebildeter Wirbel befindet.

 

Lebensraum und Lebensweise des Löwen

Während die Vorfahren der heutigen Löwen während der Eiszeit ein besonders weites Verbreitungsgebiet hatten, das bis Sibirien und sogar über weite Teile Europas reichte, ist es so, dass die Löwen nach der Eiszeit einen Großteil dieses Gebiets einbüßen mussten.

Heutzutage sind die Löwen auf das Afrika südlich der Sahara verbreitet. Die asiatischen Löwenpopulationen gingen während des 20. Jahrhunderts langsam zugrunde. Außerhalb Afrikas gibt es nur noch im indischen Nationalpark in Gujarat einen geringen Bestand.

Löwen bevorzugen die Savanne und kommen auch in Trockenwäldern und Halbwüsten vor. Die wasserlose Wüste sowie dichte, feuchte Wälder meiden sie, weshalb sie nicht in allen Teilen Afrikas zu finden sind.

Die Tiere leben in Rudeln. Dabei wird ein Rudel aus untereinander verwandten Weibchen und deren Nachkommen von ausgewachsenen Männchen verteidigt. Mit Kot und Urin wird das Gebiet des jeweiligen Rudels markiert. Junge Löwenmännchen werden nach etwa zwei bis drei Jahren aus ihrem Rudel vertrieben. Sie ziehen so lange umher, bis sie ein neues Rudel mit anderen Männchen gebildet haben. Oft passiert es aber auch, dass junge Löwen ein bestehendes Rudel erobern. Dazu finden bittere Kämpfe statt, die meist sehr blutig und nicht selten mit dem Tod des alten Löwen enden.

Daher haben Löwenmännchen, wenn sie nicht gerade im Zoo aufwachsen, meist eine Lebensdauer von 7-12 Jahren, wohingegen die Weibchen 15-20 Jahre alt werden können.

 

Tödlicher Jäger der Savanne

Löwen sind natürlich leidenschaftliche Fleischfresser. Auf ihrem Speiseplan stehen Antilopen, Gazellen, Gnus, Zebras und auch mal ein Büffel. Manchmal, wenn das Rudel groß genug ist, trauen sich die Löwen auch an größere Tiere, wie zum Beispiel Elefanten, heran. Allgemein bekannt ist, dass die Löwen sich meist von der Beute der Weibchen ernähren, doch nicht immer ist das der Fall! Ist das Jagdgebiet dicht bewachsen, gehen auch die Männchen auf Jagd. Auch Löwen, die kein Rudel haben, müssen alleine auf Beutejagd gehen.

Ein Löwe kann seine Jagdhöchtsgeschwindigkeit von ca. 60 km/h nicht lange halten. Daher muss er sich zunächst über hunderte Meter nah an die Beute heranschleichen. Bei einem Abstand von ca. 30m wird das Opfer schließlich angesprungen – bei einer Sprunglänge von ca. 6m geht das sogar ziemlich schnell! Durch die Wucht des Aufpralls können Löwen auch größere Tiere ohne Weiteres umhauen.

Und auch, wenn es Tiere in Afrika gibt, die für den Menschen sehr viel gefährlicher werden können, wie zum Beispiel Flusspferde oder Leoparden, so gibt es doch tatsächlich Fälle, in denen Löwen gezielt Jagd auf Menschen machten. Es ist überliefert, dass im Jahr 1898 zwischen 14 und 135 indische und afrikanische Bauarbeiter einer Brücke von zwei Löwen getötet wurden. Untersuchungen an den Löwen ergaben, dass sich einer der Löwen vermutlich aufgrund eines verletzten Kiefers von den Menschen, einer vergleichsweise leichten Beute, ernährte.

Obwohl oftmals eher der Mensch eine Bedrohung für den Löwen ist, gibt es zum Beispiel in Tansania immer mehr Angriffe von Löwen auf Menschen. Der Grund liegt in der wachsenden Bevölkerungszahl und der zurückgehenden Beutetiere für Löwen. Viele Attacken geschehen aber auch gegenüber Pflegern im Zoo. Eine Unachtsamkeit und der Löwe hat den Mensch überwältigt! Denn so schnell ist es leider nicht möglich, dem schnellen Tier bei einem Angriff zu entfliehen…

Findest du Löwen ebenso majestätisch und gehören sie zu deinen Lieblingstieren? Erzähle uns in den Kommentaren davon!

Source: Löwen – Die 10 tödlichsten Tiere für den Menschen, Teil 1

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